Was mich aktuell beschäftigt

Forever a #m_ok: Review zu meinem Master

Etwas mehr als 10 Tage sind vergangen, seitdem ich meine Master an der Hochschule Anhalt durch die Verteidigung meiner Masterarbeit erhalten habe. Das war eine intensive und aufregende Zeit, die mich kaum zur Ruhe kommen ließ. Einerseits halten mich die Studierenden mit dem Semesterstart und der dafür notwendigen Organisation auf Trab. Andererseits läuft das Leben der Selbstständigkeit mit Weiterbildungen, kurzfristigen Vertragsauflösungen und privaten Verpflichtungen weiter. Deshalb ist es mir wichtig, nun endlich die Zeit zu finden, um diesen für mich wichtigen Artikel zu verfassen.

Worum sich meine Thesis dreht

Vorweg möchte ich sagen, dass alles Inhaltliche zu meinem Thema Arbeit 4.0 in drei eigenen Posts erscheinen wird. Sie erscheinen in den kommenden Wochen. Ich werde Fussnoten angeben, um den wissenschaftlichen Ansprüchen gerecht zu werden und interessierten Lesern Anknüpfungspunkte zu bieten. Die Arbeitstitel handeln von den Themen:

  • Organisation von Arbeit
  • Wert und Wachstum von Arbeit
  • Von physischer zu psychischer Arbeit

Im Verlauf dieser Postings werde ich sicher auch einige Besprechungen von Büchern verfassen, die ich als hilfreich empfunden habe. Aus diesem Grund ist es sicher hilfreich, mir via Twitter zu folgen, um die kommenden Inhalte möglichst zeitnah nach ihrem Erscheinen zu sehen.

Warum ich die Masterarbeit schrieb, die ich mir gewünscht hätte

Wer mich etwas näher kennt, der weiß, dass meine Masterthesis und ich ein ambivalentes Verhältnis zueinander pflegten. Ich arbeitete mich über Jahre ins Thema von Geschäftsmodellen im Journalismus ein, um dann doch ein anderes Thema zu wählen. Als ich den Vorschlag für ein neues Thema von meinem betreuenden Professor las, dachte ich: „Das ist abstrakt.“ Je mehr ich mich damit beschäftigt habe, umso größer war die Neugier und umso mehr erkannte ich in dem Thema viele lose Fäden, die mit meiner eigenen Entwicklung zu tun haben.

Als ich 2013 kurzfristig entschied nach Bernburg in einen neuen Studiengang zu wechseln, lag mein persönlicher Tiefpunkt gerade kaum hinter mir. Im September 2012 hatte mich gerade dazu entschieden, nicht Psychologie zu studieren, sondern mich auf dieses neue Feld des Onlinemarketings zu spezialisieren. Nach einer Weiterbildung, also kaum ein halbes Jahr später, nahm ich mein Studium an dieser Hochschule auf. Alles war anders. War ich es von meinem Studium in Berlin gewohnt, dass das Arbeitspensum hoch und persönliche Interaktion ebenso wie praktische Anwendung kaum vorhanden waren, schien dies an der Hochschule Anhalt schon vom ersten Tag an anders zu sein.

Ich erlebe und erlebte zwei Professoren und einen wissenschaftlichen Mitarbeiter, die mir täglich neue Denkräume eröffneten. Einfach machen stand an der Tagesordnung. So blühten alle Studierenden binnen weniger Wochen nicht zuletzt durch die Arbeit an ihren Praxisprojekten auf. Egal welche Idee, welches Anliegen oder welches Bedürfnis geäußert wurde:

Seitens der Dozenten und der Hochschule wurde stets alles dafür getan, Studierenden gerecht zu werden und uns zu vielschichtig denkenden Menschen auszubilden. Damit sind mir insbesondere die Mitarbeiter im Studienbereich Onlinekommunikation zum Vorbild für mein eigenes Handeln geworden. All das, sind wesentliche Themen, die ich in meiner Masterthesis diskutiert habe. Ich werde sie im Artikel zum Thema Organisation von Arbeit aufgreifen.

Besonderer Dank geht an das Team #m_ok dafür, dass sie nie den Kontakt verloren haben. Dank geht auch für die schnelle Korrektur und Prüfung meiner Thesis an meine beiden Prüfer, die keine bessere Symbiose hätten sein können.

Gleichzeitig habe ich in den letzten Wochen, Monaten und Jahren bedingt durch meine Selbstständigkeit unterschiedliche Erfahrungen gesammelt. All dieses Erleben habe ich ebenso wie das Wissen aus meinen Weiterbildungen in meine Masterthesis einbringen und teilweise auch rückwirkend erst verstehen können. Deshalb bin ich dankbar, diesen Lebensabschnitt mit einer Reflexion und positiven Ergebnis abschließen zu dürfen.

3 Take Aways, die ich mitnehme

Neben Menschen, die an den Einzelnen glauben, gibt es jedoch noch drei weitere Erkenntnisse, die mir wichtig sind:

1. It’s all about people

Am Ende geht es immer um die handelnden Personen. Wie wichtig ein Umfeld ist, das an einen glaubt, habe ich jetzt wieder erfahren dürfen. Neben den bereits erwähnten Prüfern und Professoren seitens der Hochschule möchte ich jedoch auch meine Freunde und Familie erwähnen: Ob es Jenny war, die in einem Moment, wo ich nicht mehr weiter wusste, sagte, dass sie davon überzeugt ist, ich schaffe das. Ob es Rebecca war, die jeden Fortschritt der Arbeit nach umsichtigen Lesen mit einer Note kommentierte und sogar die seitens der Professoren gegebenen Noten richtig prognostizierte. Ob es meine Mutter war, die mich einfach machen ließ und mir die Sicherheit gab, dass alles in die richtige Richtung fließt.

Hier fehlen sicher noch einige Menschen, die mein Leben schon lange begleiten und die zu diesem Lebensabschnitt gehören wie niemand sonst: Fühlt euch alle umarmt, denn alles, was ich bin, ist das Ergebnis meines Handelns und eurem Zuspruch, eurer Umsicht und eurer Fürsorge. Danke, dass es euch gibt. Über diesen Wert und seine Bedeutung für berufliche Tätigkeit schreibe ich auch in meinem Artikel zum Thema Wert und Wachstum von Arbeit.

Wer wissenschaftliche Arbeiten schreibt, sollte sich also vorher auch um sein Umfeld kümmern. Erst dann geht es um die Arbeit betrachten: Ohne Menschen, die dich stützen und schützen, fällt der Ritt durch eine Abschlussarbeit ungemein schwerer. Ich würde jedenfalls jederzeit wieder mein Studium der Onlinekommunikation jederzeit wieder aufnehmen, weil mir dort diese Bedingungen geboten wurden. Es war die beste Entscheidung in einer Zeit lauter Schlechter.

2. Mobile Workflow rocks

Frau Heder ist ein Papiermensch. Das ist für die Meisten keine neue Erkenntnis. Umso überraschender ist es, dass ich mit dem Schreiben meiner Masterthesis am iMac keine Freude fand. Ich erinnere mich  gerne an die Tage, wo ich in der Sonne mit dem iPad saß. Während ich  meine Masterthesis schrieb, kreisten Wärme und Wind sanft um mich.

Mobiles Arbeiten sollte man auch bei Abschlussarbeiten nicht ganz unberücksichtigt lassen. Auch das hilft einem selbst dabei, die notwendigen Pflichten mit einer gewissen Gelassenheit zu erfüllen, indem man die Umgebungsbedingungen anpasst. Welchen Unterschied dies macht, beschreibe ich in meinem Arbeit zum Thema Von physischer zu psychischer Arbeit.

Im Unterschied zu einem Macbook empfinde ich die Arbeit mit dem iPad und der zugehörigen Appletastatur angenehm. Ich muss mir selten darüber Sorgen machen, ob einem von beiden etwas passiert. Zugleich muss ich nicht den ganzen Tag über ein Kilo auf der Schulter tragen. Wer dazu noch ein Fachbuch benötigt, der wird froh über jedes Gramm sein, das er nicht tragen muss. So würde ich mich jederzeit wieder für meinen Workflow – iPad Pro 9,7 + Apple Tastatur + Word – entscheiden.

3. Offenheit und einfach machen zählt mehr als der perfekte Plan

Meine wichtigste Erkenntnis ist eine Alte: Einfach mal wieder öfter machen. Ich bin mir sicher, meine Masterarbeit schon vor Wochen und Monaten fertig gestellt zu haben, wenn ich einfach gemacht hätte. Wir verzetteln uns derzeit alle gerne dabei, Dinge vollumfassend zu planen. Wir sind es gewohnt, Risiken so zu begrenzen. Die Wahrheit ist: Wir können dies nicht. Das ist unbequem und es macht Angst. Tatsächlich liegt die Lösung jedoch auf der Hand: Wer macht, hat demjenigen, der nichts macht, schon einen großen Schritt voraus. Er hat eine Chance von 50 %, das Richtige zu tun. Abwarten hilft nicht und führt in der Regel zur Verschlimmerung der Situation.

Aus diesem Grund ist es wichtig, stärker auf das eigene Bauchgefühl zu hören, sich seiner Selbst bewusst zu sein und Verantwortung zu übernehmen. Das kann zu Fehlern führen, aber wer daraus das Akronym Helfer bildet, wird mehr bewegen als alle Anderen. Hierzu werde ich in meinem Artikel zum Thema Organisation der Arbeit mehr schreiben.

Famous last words

Ein Masterstudium dient dazu, den Menschen zu formen, ihn zu stärken und ihm Perspektiven anzubieten. Während das Bachelorstudium den Aufbau von Wissen in den Fokus rückt, verdienen es Masteranden in ihrer Selbstständigkeit angeleitet zu werden. Ich bin froh darüber, dass ich mich gerne an mein Studium erinnere, wobei nicht jeder Tag perfekt war.

Wenn du dich mit dem Gedanken trägst „irgendetwas in den Medien“ zu machen oder dich für innovatives Denken interessierst, geh nach Bernburg.  Ich hätte mir keinen besseren Start in mein Berufsleben erbitten können. Heute schaue ich nicht selten neidisch auf die Angebote für aktuell Studierenden: Ob es um das Programmieren von Apps geht oder ob neue Technologien genutzt werden – we #m_ok dat 😉